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Nationalpark Foto: Friedrich-Michel Schiefler

18. Februar 2022: MdB Michel-Friedrich Schiefler: Schutz komplexer Ökosysteme und sanfter Tourismus

Unter anderem wegen dieser Frage war ich heute im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, um mich über die Arbeit vor Ort zu informieren. Die Idee des Nationalparks ist es, große Gebiete wertvoller und ursprünglicher Naturlandschaft zu erhalten und wenig bis gar nicht vom Menschen beeinflussen zu lassen. Als drittgrößter Nationalpark Deutschlands besitzt er eine große Bedeutung für die Entwicklung für den Umwelt- und Naturschutz in unserem Land.

Die Geschäftsführerin Frau Storm führte mich während unseres Gesprächs von der Darßer Arche durch den kleinen Ort Wieck. Dabei machte sie mich auch auf die Situation aufmerksam, dass es derzeit zu wenige Ranger*innen und Personal für die Umweltbildung gäbe. Diese übernehmen Aufgaben wie z. B. die Gebietskontrollen, Behandlung bei Verstößen, Durchführungen von Exkursionen, Betreuung von Veranstaltungen, Umweltbildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung inkl. Junior Ranger Programme.

Der Nationalpark reicht vom westlichen Teil des Darß bis zur Halbinsel Bug auf Rügen. Der Nationalpark besitzt zwei unterschiedliche Arten von Schutzzonen. Eine Kernzone, in der die natürliche Entwicklung wertvollster Wildnisgebiete den Vorrang hat. Hier gilt daher ein striktes Wegegebot. Sowie eine Entwicklungs- und Pflegezone, in der durch gezielte Maßnahmen der Weg zu mehr Wildnis bereitet wird oder durch gezielte Beweidung besondere Landschaftstypen erhalten werden.

Da rund 80 % des Nationalparks Ostsee und Boddengewässer sind, ist der Küstenschutz ein großer Teil der Arbeit im Nationalpark. Wir als SPD wollen zum einen, dass die natürliche Küstendynamik erhalten bleibt und zum anderen die Küsten vor Überflutung und Rückgang schützen. Auch der Anstieg des Meeresspiegels muss bedacht werden und die Küsten darauf vorbereitet werden. Ein weiterer Teil des Nationalparks sind Wälder, Moore und Heiden. Auch diese Ökosysteme gilt es zu erhalten und wenn nötig zu fördern.

Natürlich geht es auch um die Frage, wie sich sanfter Tourismus mit Natur- und Umweltschutz und der Idee von nahezu unberührter Natur verbinden lässt. Für mich ist klar, dass der Tourismus ein wichtiger Teil Mecklenburg-Vorpommerns und meines Wahlkreises ist. Dieser muss mit dem Natur- und Umweltschutz Hand in Hand gehen. Hierfür bietet der Nationalpark mehrere Informationsmöglichkeiten und auch Möglichkeiten, sich aktiv für das Schutzgebiet zu engagieren.

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