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MdL Thomas Würdisch Foto: Susi Knoll

4. November 2022: Neuer Schub für Campingtourismus in MV durch moderne Verordnung

03. November 2022

Zur heutigen öffentlichen Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Landtages zu Perspektiven und Herausforderungen für den Campingtourismus in MV haben Expert*innen der Campingbranche Stellung zu den Fragen der Abgeordneten und zu dem kürzlich mit breiter Mehrheit im Landtag beschlossenen Antrag der Regierungsfraktionen genommen. Thomas Würdisch, tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, erklärt dazu:

„Die Expertinnen und Experten waren in ihren Erwartungen an die Politik eindeutig. Um mit den aktuellen Entwicklungen im Campingtourismus Schritt zu halten und Mecklenburg-Vorpommern auch zukünftig als wettbewerbsfähigen Anbieter am Markt zu positionieren, muss die Verordnung über Camping- und Wochenendplätze (CWVO-MV) novelliert werden. Heutige Campingurlauber*innen haben teilweise andere Erwartungen an ihre Unterbringung als noch vor wenigen Jahren. Es steht neben der Nachhaltigkeit vor allem der wachsende Anspruch an Qualitätsstandards im Mittelpunkt. Dabei geht es vor allem international und bundesweit um die wachsende Nachfrage nach festen Unterkünften, vom Schlaffass bis zum TinyHouse und auch Campinghäusern.

Mecklenburg-Vorpommern hat hier internationale und nationale Konkurrenz. Darunter sind Länder wie Spanien, Frankreich und Italien und im Inland beispielsweise Schleswig-Holstein, wo bereits angepasste Verordnungen diese modernen Trends berücksichtigen. Bisher sind insbesondere im Marktsegment der festen Unterkünfte unsere heimischen Anbieter in einem Wettbewerbsnachteil, der schnell behoben werden muss.

Ein Nebeneffekt dieser Urlaubsform ist, dass vor allem die An- und Abreise mit dem Wohnmobil entfällt und Reisen mit dem Rad oder öffentlichen Nahverkehr deutlich attraktiver und damit nachhaltiger werden. Gleichzeitig werden durch den Ausbau eines mietbaren Unterkunftsangebotes auch Gäste ohne Wohnmobil oder Zeltausrüstung angesprochen. Damit sinken die notwendigen, zumeist hohen Anfangsinvestitionen für „Erstbesucher*innen“ auf Campingplätzen deutlich.

Coronabedingt hat unabhängig davon die Nutzung kommunaler und privater Wohnmobilstellplätze im Land zugenommen. Häufig bieten aber genau diese Plätze nur unzureichende Umwelt- und Sicherheitsstandards. Einhellige Meinung der heute gehörten Expert*innen war dementsprechend, dass diese Stellplätze künftig Mindeststandards unterliegen müssen, um weiterhin die Nachhaltigkeit des Campingtourismus in MV zu garantieren.

Umso mehr freut es mich nach dieser Anhörung festzustellen, dass unser bereits im September von den Koalitionsfraktionen eingebrachter und beschlossener Antrag zur Novellierung der Verordnung für Camping- und Wochenendplätze alle benannten Stellschrauben eines zukunftsfähigen Campingtourismus berücksichtigt und somit den Betreibern in unserem Land einen zuverlässigen Rahmen für qualitative und nachhaltige Entwicklung bietet.“

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